Die Schule der Freiheit

Die Grundschule wurde in Zusammenarbeit mit dem afghanischen Kultur- und Kommunikationszentrum und der indischen Solidaritätsaktion (isa) im Jahre 2003 in Sarandj, der Hauptstadt von Nimroz, gebaut. Die Stiftung Nord-Süd-Brücke stellte uns die Mittel für den Bau dieser Schule zur Verfügung. Wir bedanken uns noch einmal bei den Organisationen für ihre Unterstützung.


Vor dem Schulgebäude
Update (November 2009)

In diesem Jahr konnten wir es uns finanziell leisten, diese Schule endlich mit einer freundlichen Farbe zu streichen. Es war immer unser Wunsch, die zwei Betonklötze kinderfreundlicher zu gestalten. Mir ist aus meiner eigenen Schulzeit in Erinnerung, wie gerne ich in unsere Oberschule ging, weil man dafür ein schönes altes Haus mit einem großem Garten gemietet hatte, den ein Bach durchquerte. Wir können zwar keinen grünen Garten und fließenden Bach nach Nimroz zaubern, aber wenigstens können wir den Kindern einige Stunden des Tages in einer hellen sandfarbenen Schule ermöglichen.




Die UNICEF hat im Hof der Schule einige Rutschen und Schaukeln installieren lassen. Diese Geräte werden von den Kindern in den Pausen rege genutzt. Auch die Provinzregierung blieb nicht untätig. Während meines Aufenthaltes baute sie dort einen Wasserbrunnen, und der Schulleiter ließ bereits die ersten Blumen- und Gemüsebeete anlegen.



Zu Beginn unserer Arbeit stellte ein Grundstückseigentümer in Sarandj das Grundstück für unsere Schule kostenlos zur Verfügung. Da diese seit einem Jahr zur Oberschule erklärt worden ist, versucht die Provinzregierung den Besitzer des Grundstückes davon zu überzeugen, uns einige weitere Quadratmeter anliegendes Land zu verschenken, damit der Hof vergrößert und ein neues Gebäude darauf errichtet werden kann. Die Kosten für den Bau des neuen Gebäudes werden von der Regierung übernommen.

Update (November 2008)

Für diese Schule bekomme ich – stellvertretend für Sie - von der Bevölkerung viele Komplimente. Sie hat einen guten Ruf. Alle sind bemüht, für ihre Kinder dort einen Platz zu ergattern. Mittlerweile besuchen 2.230 Kinder – 1.230 Mädchen und 1.000 Jungen diese Schule. Wir würden gerne das Schulgebäude mit kinderfreundlichen Farben streichen lassen (siehe hierzu auch im Jahresbericht 2008).




Update (Januar 2008)

In der “Schule der Freiheit“ haben wir im Jahr 2006 den Bau eines größeren Lehrerzimmers und sechs Toiletten-Kabinen in Auftrag gegeben. Beide Aufträge sind zu unserer Zufriedenheit erfüllt worden. Außerdem haben wir den Schulhof mit Kies belegen lassen, damit die enorme Staubentwicklung reduziert wird und die Kinder in den Pausen draußen spielen können. Als Nebeneffekt hat sich mittlerweile eine Volleyballgruppe von Mädchen gebildet, die ich für Sie auf Fotos festgehalten habe.


Schule der Freiheit Ende 2007

Das neue Lehrerzimmer

Auf dem Schulhof ...

... endlich ohne Staub spielen!

Unsere Arbeit trägt Früchte

Wir begleiten nun seit fast sieben Jahren diese Kinder, Sie mit Ihren Spenden und wir durch unsere Arbeit. Die schönste Frucht, die ich Ihnen aus dieser Schule präsentieren kann, heißt:

Die erste Generation unserer Schülerinnen besucht nun die Oberschule!

56 der Mädchen besuchen die 7. Klasse, die Jungen wurden von ihnen getrennt und auf andere Oberschulen geschickt. Unsere Schule wird nächstes Jahr offiziell zur Oberschule erklärt. Daher sind die Mädchen weiterhin in unserer Schule geblieben.


Unsere ältesten Schülerinnen...

...der ersten Generation.

Sie zählen nun zu den...

Oberschülerinnen!

Unsere jüngsten müssen ...

... erst noch so weit kommen!

Eines unserer Neuzugänge

Wir mussten uns zurückhalten, dieses Jahr das Schulgebäude streichen zu lassen, denn mit den wenigen Einnahmen, die wir haben, würde das für unseren Verein ein „Luxus“ bedeuten.

Letztes Jahr hat uns das Kollegium der „Schule der Freiheit“ ein Dankesbrief an Sie als SpenderInnen und an mich als Ihre Auftragsgeberin geschrieben. Bitte lesen sie die Übersetzung dieses Briefes auf unserer Website.

Update (November 2006)

Das Volumen an SchülerInnen und Lehrerschaft vergrößert sich in rasanter Geschwindigkeit. Das Prinzip der Nimrozer Bildungsbehörde, „ kein Kind abzuweisen, das die Schule besuchen will“, hat dazu geführt, dass derzeit 2000 SchülerInnen unsere Schule besuchen und mangels Platz in drei Schichten unterrichtet werden.

Die Anzahl der größtenteils weiblichen LehrerInnen ist dadurch von anfänglich10 auf 50 angestiegen. Das bedeutet, dass wir quasi als Nebeneffekt 50 Arbeitsplätze geschaffen haben, die allermeisten für Frauen. Mit dem Reinigungs- und Verwaltungspersonal sind es fast 60 Angestellte, die ihr Lebensunterhalt durch dieses Projekt verdienen.

Dieses Jahr haben wir mit Hilfe Ihrer Spenden ein größeres Lehrerzimmer und sechs weitere Toiletten für die SchülerInnen in Auftrag gegeben, weil das bestehende Lehrerzimmer von etwa 12 qm für 50 KollegInnen zu klein geworden war. Ebenso trugen die bestehenden sechs Toiletten den Bedürfnissen der SchülerInnen nicht mehr Rechnung.

Außerdem haben wir den Schulhof mit Kies ausgelegt, damit die enorme Staubentwicklung ein Ende hat.

Leider mußten wir feststellen, daß unser "Traum", jedes Kind mit einer Schuluniform auszustatten, angesichts des rasanten Wachstums der SchülerInnenzahl nicht mehr zu verwirklichen ist - trotz der großzügigen Spenden hierfür. Da aber Schuluniformen nur bei einem Teil der SchülerInnen kaum einen Sinn machen, haben wir den Traum ganz aufgegeben und entschieden, daß das für die Uniformen gesammelte Geld - wie wir meinen - weitaus besser in einer völlig neuen Schule angelegt ist. Geplant ist daher der Bau einer Schule in einem Dorf im Süden der Provinz Nimroz.


Baumaterial ...

... und Bauarbeiter ...

... für die Schulerweiterung
Update (September 2005)

Zelte im Schulhof

Nach der Rückkehr vieler afghanischer Flüchtlinge aus dem Iran konnte die "Schule der Freiheit" in ihren 10 Klassenräumen nicht all diese Kinder aufnehmen. So hat die Schulbehörde von Nimroz entschieden, auf dem Schulhof Zelte aufzustellen, die den Kindern als Klassenzimmer dienen sollen.


Wie bauen weiter

Dank Ihrer Spenden konnten wir ein neues Schulgebäude mit 8 weiteren Klassenräumen bauen lassen. In diesem Schuljahr (2005) werden insgesamt 1100 Mädchen und Jungen in zwei Schichten in der "Schule der Freiheit" unterrichten werden. Jedes dieser Kinder hat seine Zukunft Ihnen zu verdanken.


Fotos der neuen Schuluniformen

Mit den neuen Schuluniformen sollen die sozialen Unterschiede zwischen arm und reich unsichtbar gemacht werden. Alle Kinder sollen wenigstens in der Schule die gleiche Kleidung tragen, damit sich hier keines für sein Äußeres schämen muß. Bis jetzt steht die Uniform aber leider nur ca. 300 Mädchen und Jungen zur Verfügung, jedoch hoffen wir, daß mit Ihrer Hilfe bald jedes der 1100 Kinder eine Uniform trägt.








Notlösung mangels Platz

Das neue Schulgebäude bietet 8 zusätzliche Klassenräume

Die neuen Schuluniformen ...

... Dank Ihrer Spenden!
Update (Oktober 2004)

Neue Schuluniformen

Bei meiner Reise Anfang Oktober 2004 habe ich im Auftrag meiner Frauengruppe 300 SchülerInnen der Schule der Freiheit Schuluniformen nähen lassen, damit der soziale Unterschied zwischen den Kindern wenigstens in der Schule nicht sichtbar wird.

Die afghanischen Schuluniformen haben - aus mir unverständlichen Gründen - immer die Farbe schwarz gehabet. Da Nimroz sehr staubig ist, konnte ich die Verantwortlichen davon überzeugen, dass Sandfarbene Uniforme praktischer sind als schwarze. Da sieht man den Staub auf der Kleidung nicht so schnell und sie passt gut zu der sandigen Landschaft.

Den Auftrag zum Nähen der Uniformen erhielten die 6 Frauen aus dem Nähprojekt. So konnten wir gleichzeitig zwei Projekte (Schule+Näherei) unterstützen.


Schön stillhalten ...

... damit es perfekt wird.
Ersteintrag (2004)

Derzeit werden hier 436 Jungen und Mädchen von 10 Lehrerinnen unterrichtet, wie in allen Grundschulen in Sarandj in gemischten Klassen. Im kommenden Schuljahr wird die Schule ihre Arbeit auf zwei Schichten ausweiten und nachmittags ebenso viele Kinder unterrichten.

Mittlerweile sitzen die Kinder nicht mehr auf dem Boden, denn die Regierung hat die Schule mit Tischen und Stühlen ausgestattet.

Auch ist bereits mit der Zinnowwald-Grundschule in Berlin eine Partnerschule gefunden.


Die Schule der Freiheit ...

... bei der feierlichen Eröffnung

Saleha Mehrzad ...

... und der Provinzgouverneur

Das Lehrerkollegium ...

... und die SchülerInnen

auch mit Tischen und Stühlen

Vielen Dank!