Schule in „Vier Türmchen“

Update (April 2011)

Derzeit besuchen insgesamt 106 Kinder diese Schule in Tscharbordschak („Vier Türmchen“). Davon sind 52 Mädchen und 54 Jungen. Wir haben ihnen auch dieses Jahr eine Menge Schulhefte und andere Schreibmaterialien geschenkt.

Die Unterrichtsräume befinden sich noch in Rohzustand, das heißt, ohne Putz und ohne Farbe. Wir konnten uns diesmal leisten, diese Arbeiten in Auftrag zu geben. Auch einen Wasserbrunnen ist in unserer Planung.

Die Schule bekam leider dieses Jahr keine neuen Schüler. Der Grund dafür ist die enorme Armut und Erwerbslosigkeit der Bewohner dieses Gebietes. Die Menschen müssen immer wieder auf die Arbeitssuche in den Iran oder in die Städten ziehen. Die Dörfer sind fast menschenleer.











Schule in „Vier Türmchen“

Update (November 2009)

Die Reise durch die Geröllwüste nach „Vier Türmchen“ (Tschahar Bortschak) ist selbst für mich ein Abenteuer. Hinzu kommt die Angst vor Anschlägen oder Entführungen durch die Taliban, die ungehindert über die nahe pakistanische Grenze kommen und ihr Unwesen in dieser abgelegenen Region treiben können. Aus diesem Grund ist kaum ein Lehrer bereit, für ein karges Gehalt nach „Vier Türmchen“ umzusiedeln. Der einzige Mann, der dort unsere SchülerInnen unterrichtet, ist ein Mullah, der eh in diesem Dorf lebt. Doch dieser Mann ist enorm motiviert, und ich konnte erleben, wie er in drei Klassen parallel unterrichtete.

Die Schule wird von 118 Kindern besucht, davon 78 Mädchen und 40 Jungen in gemeinsamen Klassen. Den SchülerInnen habe ich bunte Filzstifte, Schreib- und Malhefte als Geschenk mitgebracht. Ebenso konnte ich dafür Sorge tragen, dass fast allen SchülerInnen Stühle und Tische zur Verfügung gestellt werden. Derzeit fehlen noch etwa 30.









Update (November 2008)

Die Bauarbeiten an dieser Schule waren bei meiner Ankunft in Oktober 2008 noch nicht abgeschlossen. Der Baufirma fehlte das Geld für den Bau von Toiletten und anderer Kleinigkeiten wie Lichtfenster in den Decken der Klassenräumen. Die Schule besteht aus acht Räumen. Voraussichtlich werden die Bauarbeiten November oder Dezember 2008 fertig sein. (siehe hierzu auch im Jahresbericht 2008)


Bewaffnete Escorte...


... und viel Publlikum bei der
Besichtigung in "Vier Türmchen"

Die künftigen Schüler ...


... und ein erster Lehrer für die "Schule der Freiheit" Nr.2!

Ersteintrag (Dezember 2007)

Mit Stolz können wir Ihnen mitteilen, dass wir eine zweite Schule in einem sehr entfernten Ort mit dem Namen Tschar Burdschak (Vier Türmchen) im Süden von Nimroz in Auftrag gegeben haben, und zwar bereits vor meiner Reise.

Dieses Projekt wurde nach dreijährigem Ansparen der Spenden und vor allem durch eine für uns ungewöhnlich große Spende seitens der Familie Boye aus Berlin und der Familie Jahn aus Leverkusen ermöglicht. Wir bedanken uns hier noch einmal bei Ihnen und bei Familie Boye sowie bei Familie Jahn im Namen der Menschen aus Nimroz.

Die Bauarbeiten für diese Schule sind noch nicht abgeschlossen. Sie besteht aus sechs Klassenräumen, einem Lehrerzimmer und acht Toilettenkabinen. Voraussichtlich 150 bis 200 Mädchen und Jungen werden gemeinsam diese Schule besuchen. Das Gebäude wurde auf einem kleinen Hügel in der unmittelbaren Nähe des (in der Regenzeit) schönen und mächtigen Flusses Helmand gebaut.

Bei meinem Besuch bei den Dorfbewohnern wurde über den Namen für diese Schule diskutiert. Es standen zwei Vorschläge zur Auswahl. Entweder den Namen eines berühmten Märtyrers oder die Bezeichnung „Freiheit“. Ich habe vorgeschlagen, von dem ersten Namen Abstand zu nehmen. Es wurde noch nichts entschieden, aber ich hatte den Eindruck, dass mein Vorschlag angekommen war und sie die Schule wahrscheinlich „die Schule der Freiheit“ oder ähnlich nennen werden.


Die alte Dorfschule
in "Vier Türmchen"

Ganz in der Nähe der mächtige
Helmand

Baustelle
(Dez. 2007)