Frauenbäckerei
Noch besser läuft die Bäckerei, der Brotbedarf der rund 3000 SchülerInnen und rund 100 LehrerInnen ist weit größer als das Angebot. Die bisherige Bäckerin, die zuhause sieben Kinder und einen alten Mann versorgen muss, bekommt deshalb zwei Kolleginnen an die Seite gestellt. Alle drei sollen nach Beschluss der Frauenorganisation auf eigene Rechnung arbeiten.
Frauenbäckerei (Update November 2009)
Frauenbäckerei (Nr.1)
Unsere erste Bäckerei wird weiterhin von einer Witwe mit sechs Kindern - anscheinend erfolgreich - betrieben. Sie lebt mit ihren Kindern mittlerweile selbstständig in einem Haus, das sie gemietet hat. Noch vor einem Jahr lebte sie mit ihren Eltern und verheirateten Geschwister zusammen. Dort verfügte sie lediglich über einen kleinen Wohnraum. Nun stehen ihr drei Wohnräume und ein großer Hof zur Verfügung, neben der Bäckerei betreibt sie Kleintierhaltung.
Frauenbäckerei (Nr.2)
Bis zu meiner Ankunft hatten unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter noch keine geeignete Person für dieses Projekt gefunden. Mir ist es zum Glück gelungen, einer Mutter, die sieben Töchter und zwei Jungen zu ernähren hat, die Bäckerei zu übergeben. Sie ist enorm dankbar und sehr motiviert. Über die weitere Entwicklung dieses Projektes kann ich Ihnen erst nächstes Jahr berichten.
Neue Frauenbäckerei (Update November 2008)
Letztes Jahr schrieben wir Ihnen, dass die Frauenbäckerei eine „Erfolgstory“ wäre. Deshalb haben wir den Bau einer zweiten Bäckerei in Auftrag gegeben. Die letzten Arbeiten an dieser Bäckerei haben wir bei meiner Reise in Oktober 2008 beendet. Wir hoffen, dass wir eine geeignete Frau dafür finden können (siehe hierzu auch im Jahresbericht 2008).

Unsere zweite Bäckerei...
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... in Sarandsch
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letzte Bauarbeiten
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fehlt nur noch die Bäckerin
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Neue Frauenbäckerei (Update Januar 2008)
Unsere Bäckerin, die die erste Frauenbäckerei nach einem Jahr Betrieb von der ursprünglichen Bäckerin (siehe oben) übernahm, hat es mittlerweile zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Offensichtlich kann sie mit Geld gut umgehen. Bei meinem Besuch bei ihr zu Hause zeigte sie mir stolz und dankbar drei Ziegen, einen Kühlschrank und einen Fernseher. Sie meinte, dank der Bäckerei könnten nun auch ihre Kinder Milch und Käse zum Frühstück haben, und den ersten Wurf der Ziegen habe sie bereits verkauft.

Unsere erste Bäckerei in Sarandsch
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und die Bäckerin samt Familie
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... und Ziegen
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Da unsere erste Frauenbäckerei eine Erfolgsstory wurde, fanden wir eine Möglichkeit, eine zweite Bäckerei in Auftrag zu geben. Auch diese Bäckerei wird sich in einer Mädchen-Oberschule in Sarandsch befinden, und auch hier wird eine Frau Brote backen, an die SchülerInnen und LehrerInnen verkaufen und damit ihre Familie ernähren können.
Update (November 2006)
Dieses Projekt funktioniert einwandfrei wie ein Selbstläufer und ernährt eine siebenköpfige Familie (Mutter und sechs Kinder).
Wir hatten beabsichtigt, noch mehr Bäckereien zu gründen. Doch leider hat nicht nur die Globalisierung mit ihrer Billigprodukten den Frauen diese Möglichkeit genommen, sondern auch die männliche Konkurrenz: in den so genannten weiblichen Berufen, also Bäckerei und Näherei, arbeiten nun hauptsächlich Männer. Sie haben mittlerweile nicht nur im Bazar von Sarandj Back- und Nähstuben eröffnet, sondern auch in den entfernten Gassen, wo Schulen oder Wohnhäuser stehen.
Aus diesem Grund sind alle diejenigen, die in weiten Teilen Afghanistans humanitäre Arbeit für Frauen leisten, ziemlich ratlos. Selbst unseren FreundInnen in Kabul sind diesbezüglich derzeit die Ideen ausgegangen.