Dankesbrief aus Nimroz Zurück zur Übersicht

Mit diesem Brief möchten sich die LehrerInnen der Schule der Freiheit bei mir ebenso wie bei all den hilfsbereiten Menschen in Deutschland herzlichst bedanken. Ich habe ihn auch deswegen veröffentlicht, damit er als Motivation für diejenigen Afghanen dient, die ihre Heimat lieben und den Menschen helfen möchten, aber noch unentschlossen sind. Sie sollen erfahren, dass sie dafür unvorstellbar hoch belohnt werden.

Zusammenfassende Übersetzung

Das Wesen der Frau anzuerkennen, bedeutet, die Menschlichkeit und die Würde des Menschen anzuerkennen.

Unsere verehrte Schwester Mariam Notten lebt im Deutschen Exil. Wie wir sehen, erwirkt sie Wunder und der afghanische Patriotismus ist ihrem Antlitz anzusehen. Man kann sie zu den strahlenden Gesichtern unseres Landes zählen. Mariam hat seit 2001 für ihre Arbeit in Nimroz den Namen „Löwenfrau“ erworben.

Trotz der vielen Probleme, die Exilafghanen fern der Heimat haben, hat unsere Schwester Mariam Notten keinen Augenblick ihr vom Krieg zerstörtes Land vergessen. Ihr Herz schlägt unermüdlich für ihre geliebte Heimat. Sie hat sich mit dem unwirtlichen Klima und mit all dem Staub in Nimroz arrangiert.

Seit 2001 sammelt sie bei friedliebenden Menschen in Deutschland Spenden, mit der sie in einem sehr entfernten Ort, ihrer geliebten Heimat Nimroz, Schulen baut. Dadurch erleuchtet sie das Licht des Wissens und der Bildung. Die Schule der Freiheit in Nimroz kann als einer ihrer Verdienste genannt werden, die mit der Unterstützung hilfsbereiter Menschen aus Deutschland gebaut wurde.

Wir, bildungsliebende Menschen aus Nimroz, vor allem das Kollegium und die Elternschaft der Schule der Freiheit, möchten uns bei unserer Schwester Mariam bedanken und ihr gute Gesundheit wünschen. Ebenso bedanken wir uns bei den friedliebenden Menschen in Deutschland und hoffen, dass sie die Menschen in Afghanistan und in Nimroz nicht vergessen werden. Wie ein afghanisches Sprichwort sagt: Dieser Brief ist „ein grünes Blatt, das Geschenk armer Menschen“ an Sie und an unsere verehrte Schwester Mariam.

Das Kollegium der Schule der Freiheit, 2006