taz Panter Preis 2008 verliehen
tageszeitung vom 14.09.2008, Saskia Vogel

Jahr für Jahr zieht die Verleihung des taz Panter Preises ein großes Publikum an. Die Jury ehrte mit Mariam Notten und Julius Deutsch gleich zwei "Helden des Alltags". Leserfavorit wurde Anti-Gentech-Aktivist Michael Grolm.

"Gewonnen hat ….. ?" – bei diesen Worten hätte nur ein Trommelwirbel die Spannung noch steigern können. Sieben "Helden des Alltags" waren am Samstag ins Haus der Kulturen der Welt (HKW) gekommen. Sie alle engagieren sich auf besondere Weise sozial oder politisch, "einfallsreich, mutig und widerborstig", wie taz-Chefredakteurin Bascha Mika sagte. Und alle hofften, den taz Panter Preis zu gewinnen, der im Rahmen einer großen Gala zum vierten Mal verliehen wurde. Die Veranstaltung war mit 1.200 Gästen ausverkauft, darunter viele Genossen der taz, die vorher ihre Jahresversammlung im Ver.di-Haus abhielten. Die Moderation Übernahm Jörg Thadeusz, die Band Wir sind Helden spielte unplugged.

taz: Sie sind Panter-Preis-Gewinnerin – wären Sie enttäuscht gewesen, wenn Sie nicht gewonnen hätten?

Nein, ich hätte den Preis jedem gegönnt. Dass ich gewonnen habe, sagt nichts über die Qualität der Arbeit der anderen aus.

taz: Sie wollen von dem Preisgeld eine neue Grundschule in Afghanistan bauen. Wann ist Grundsteinlegung?

Ich denke, nicht vor Herbst nächsten Jahres. Zunächst muss ich noch weitere Spenden einsammeln, 5.000 Euro sind zwar sehr viel Geld, wir brauchen aber 30.000 Euro. Dann muss ein passendes Grundstück gefunden, müssen Formalitäten erledigt werden – und dann können wir anfangen zu bauen.

taz: Werden Sie vor Ort alles selber regeln?

Zum Teil ich, zum Teil meine Partner. Jetzt im Oktober fahre ich wieder nach Afghanistan.

mehr über den taz Panter Preis 2008