(Stand Juli 2008)
Bis vor etwa einem Jahr war Nimroz ein Musterbeispiel für eine demokratische und sichere Provinz in Afghanistan. Die Lage dort blieb stabil, obwohl etliche Unruheprovinzen angrenzen - im Norden Farrah und im Süden und Südosten Helmand, Kandahar und Zabol, Schauplätze von Krieg und Zerstörung durch Taliban und Nato-Soldaten. Vor allem für Frauen war Nimroz sicher, und das war ein Grund dafür, dass unser Verein dort seine Projekte aufgebaut hat.
Nimroz aber ist ein Teil Afghanistans und bleibt von den politischen Entwicklungen des ganzen Landes leider nicht verschont.
(Stand 2002)
Nimroz liegt in einer Wüstenregion, im südwesten Afghanistans und ist mehrheitlich von der Bevölkerungsgruppe der Belutschen bewohnt. Insgesamt leben ca. 150.000 Menschen auf einer Gesamtfläche von fast 46.000 qkm. Landschaftlich betrachtet gleicht die Provinz einem ausgestobenen Planeten. Ich habe in der Stadt Sarandj , der Hauptstadt von Nimroz), sowie in den umliegenden Dörfern kein einziges grünes Blatt an einem Baum gesehen. Es stehen nur gespenstisch aussehende Überreste einiger Nadelnbäume herum, die in den zahlreichen Sandstürmen mit Staub bedeckt worden sind und sich der übrigen staubigen Landschaft anpassen. Von den 300 Kilometer Straßen dieser Provinz ist nicht ein Meter asphaltiert. Die Gebäude sind alle restlos verfallen.


