Frauenprojekte

Derzeit unterhalten wir mehrere Projekte zur Selbstversorgung von Frauen / Witwen in Sarandj

Hühnerprojekte in Kabul (Mai 2010)

Im Rahmen unserer Kooperation mit der Organisation „Mutter-Kind und Umwelt“ in Kabul haben wir 45 Frauen in einem Dorf bei Kabul ermöglicht, in ihren Höfen Hühner zu halten.

Jede Frau bekam von uns 20 Hühner, ebenso übernahmen wir die Kosten für Impfungen sowie für eine Erstausstattung mit Hühnerfutter.

Durch den Verkauf der Eier soll der Lebensunterhalt ihrer Familien abgesichert werden.

Frauenprojekte in Kabul (Februar 2010)

Wir kooperieren mit einer Organisation „Mutter – Kind und Umwelt“ in Afghanistan / Kabul.

Im Auftrag unseres Vereins hat der Vorstand der o. g. Organisation 20 Frauen in Dörfern um Kabul ermöglicht, sich kleine Bäckereien in ihren Häusern (Höfen) aufzubauen. Durch das Brotbacken für die Nachbarschaft gegen Bezahlung können diese Frauen etwas zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen.

Unsere Projekte dienen ausschließlich Frauen, die allein für den Lebensunterhalt ihrer Kinder verantwortlich sind.

Die Organisation „Mutter – Kind und Umwelt“ betreibt diverse Projekte zur Existenzsicherung von Witwen und deren Kindern seit drei Jahren in der Stadt Kabul. Unter anderem unterstützt sie etwa sechshundert Jungen und Mädchen, vormittags die Schule zu besuchen und nachmittags durch den Verkauf von Stoffeinkaufstaschen ihren Beitrag zur Existenzsicherung ihrer Familien zu leisten. Siehe dazu auch das Projekt Straßenkinder.

Kleinstkredite an Frauen (Update November 2009)

Das Projekt wurde ausgelagert und hat nun einen eigenen Link unter "Projekte" bekommen.

Ein Frauenbüro für die dortige Frauenorganisation „Organisation demokratischer Frauen von Nimroz“

Unsere Partnerin in Nimroz ist die dort ansässige Frauenorganisation. Diese Frauen begleiten und beaufsichtigen unsere Projekte vor Ort. Sie benötigten Räume, um sich regelmäßig treffen und aus der „privaten Anonymität“ herauskommen zu können. Ihre Arbeit und damit auch sie selbst sollen für alle sichtbar werden.

Teppichweberei

Die berühmten belutschischen Teppiche mit dem blauen Untergrund werden in Nimroz nicht mehr hergestellt, weil die ehem. Weberinnen entweder gestorben oder ausgewandert sind. Viele der Werkstätten wurden außerdem durch den Krieg zerstört. Wir möchten dieses Handwerk wieder in Nimroz einführen. In der Teppichweberei wurde just bei unserer Ankunft (April 2004) der erste Teppich fertiggestellt in Form einer zweisprachigen und zweischriftlichen Landkarte von allen 32 Provinzen Afghanistans. Die Weberei wird jetzt auch Ausbildungsbetrieb. Wenn die beiden Weberinnen in einigen Monaten neue Gehilfinnen ausgebildet haben, wird die Frauenorganisation von den verbliebenen Spendengeldern neue Rahmen kaufen, damit der Betrieb erweitert werden kann.

Link: Intertview mit der Teppichweberin (November 2005)

Steppdecken/ Handarbeit

Die Herstellung von Steppdecken und die Stickerei von Borten und Kinderkleidern ist ebenfalls angelaufen. Nach Auskunft von Saleha Mehrzad, der Leiterin der Oberschule, „spricht sich es langsam herum“, dass es in der Schule solche Dinge zu kaufen gibt.

Frauenbäckerei

Noch besser läuft die Bäckerei, der Brotbedarf der rund 3000 SchülerInnen und rund 100 LehrerInnen ist weit größer als das Angebot. Die bisherige Bäckerin, die zuhause sieben Kinder und einen alten Mann versorgen muss, bekommt deshalb zwei Kolleginnen an die Seite gestellt. Alle drei sollen nach Beschluss der Frauenorganisation auf eigene Rechnung arbeiten.

Update April 2011

Unsere erste Bäckerin hat es zu unserer Freude soweit gebracht, dass sie die erste Anzahlung auf ein kleines Grundstück geleistet hat. Ihr Wunsch nach einem eigenen Haus dient ihr als Motivation, weiter zu arbeiten und Geld zu sparen.

Unsere zweite Bäckerin hat ihre Arbeit aufgegeben, weil ihrer Meinung nach ihr alter Ehemann nun gesund genug sei, selbst zu arbeiten und seine Familie zu ernähren.

Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter sind bereits auf die Suche nach einer neuen Bäckerin.

Frauenbäckerei (Update November 2009)

Frauenbäckerei (Nr.1)

Unsere erste Bäckerei wird weiterhin von einer Witwe mit sechs Kindern – anscheinend erfolgreich – betrieben. Sie lebt mit ihren Kindern mittlerweile selbstständig in einem Haus, das sie gemietet hat. Noch vor einem Jahr lebte sie mit ihren Eltern und verheirateten Geschwister zusammen. Dort verfügte sie lediglich über einen kleinen Wohnraum. Nun stehen ihr drei Wohnräume und ein großer Hof zur Verfügung, neben der Bäckerei betreibt sie Kleintierhaltung.

Frauenbäckerei (Nr.2)

Bis zu meiner Ankunft hatten unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter noch keine geeignete Person für dieses Projekt gefunden. Mir ist es zum Glück gelungen, einer Mutter, die sieben Töchter und zwei Jungen zu ernähren hat, die Bäckerei zu übergeben. Sie ist enorm dankbar und sehr motiviert. Über die weitere Entwicklung dieses Projektes kann ich Ihnen erst nächstes Jahr berichten.

Neue Frauenbäckerei (Update November 2008)

Letztes Jahr schrieben wir Ihnen, dass die Frauenbäckerei eine „Erfolgstory“ wäre. Deshalb haben wir den Bau einer zweiten Bäckerei in Auftrag gegeben. Die letzten Arbeiten an dieser Bäckerei haben wir bei meiner Reise in Oktober 2008 beendet. Wir hoffen, dass wir eine geeignete Frau dafür finden können (siehe hierzu auch im Jahresbericht 2008).


Unsere zweite Bäckerei…

… in Sarandsch

letzte Bauarbeiten

fehlt nur noch die Bäckerin

Neue Frauenbäckerei (Update Januar 2008)

Unsere Bäckerin, die die erste Frauenbäckerei nach einem Jahr Betrieb von der ursprünglichen Bäckerin (siehe oben) übernahm, hat es mittlerweile zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Offensichtlich kann sie mit Geld gut umgehen. Bei meinem Besuch bei ihr zu Hause zeigte sie mir stolz und dankbar drei Ziegen, einen Kühlschrank und einen Fernseher. Sie meinte, dank der Bäckerei könnten nun auch ihre Kinder Milch und Käse zum Frühstück haben, und den ersten Wurf der Ziegen habe sie bereits verkauft.


Unsere erste Bäckerei in Sarandsch

und die Bäckerin samt Familie

… und Ziegen 

Da unsere erste Frauenbäckerei eine Erfolgsstory wurde, fanden wir eine Möglichkeit, eine zweite Bäckerei in Auftrag zu geben. Auch diese Bäckerei wird sich in einer Mädchen-Oberschule in Sarandsch befinden, und auch hier wird eine Frau Brote backen, an die SchülerInnen und LehrerInnen verkaufen und damit ihre Familie ernähren können.

Update (November 2006)

Dieses Projekt funktioniert einwandfrei wie ein Selbstläufer und ernährt eine siebenköpfige Familie (Mutter und sechs Kinder).

Wir hatten beabsichtigt, noch mehr Bäckereien zu gründen. Doch leider hat nicht nur die Globalisierung mit ihrer Billigprodukten den Frauen diese Möglichkeit genommen, sondern auch die männliche Konkurrenz: in den so genannten weiblichen Berufen, also Bäckerei und Näherei, arbeiten nun hauptsächlich Männer. Sie haben mittlerweile nicht nur im Bazar von Sarandj Back- und Nähstuben eröffnet, sondern auch in den entfernten Gassen, wo Schulen oder Wohnhäuser stehen.

Aus diesem Grund sind alle diejenigen, die in weiten Teilen Afghanistans humanitäre Arbeit für Frauen leisten, ziemlich ratlos. Selbst unseren FreundInnen in Kabul sind diesbezüglich derzeit die Ideen ausgegangen.

Frauenschneiderei

Die bisherigen Projekte werden also ausgeweitet, außerdem kommt ein neues hinzu: eine Näherei. Von den noch vorhandenen Spendengeldern haben wir zusammen mit Schulleiterin Saleha zwei Nähmaschinen gekauft, eine billige und einfache für umgerechnet 20 Euro und eine teure Zickzackmaschine für 200 Euro. Damit können zwei Schneiderinnen die anspruchsvollen bortenverzierten roten Trachtenkleider der Belutschinnen herstellen.

Update (November 2006)

Wir haben unsere Nähmaschinen an ein anderes Frauenprojekt weitergegeben, weil sie nicht mehr benutzt wurden. Die in diesem Projekt hergestellten Waren werden an armen Familien verschenkt(!), weil sie sonst keinen Markt finden würden (siehe Frauenbäckerei).

Ein Kinderzimmer

In der „Schule der Freiheit“ am Rande von Sarandj haben wir von unseren mitgebrachten 2000 Euro Spendengeldern ein neues Projekt gegründet bzw. in Auftrag gegeben: ein Kindergärtchen. Kindergarten kann man es nicht nennen, da es nur ein Zimmer für die Babies und Kleinkinder der Lehrerinnen sein wird, die bisher unter unmöglichen Umständen im staubigen Schulgebäude herumrobben. Wir überließen dem Lehrerkollegium die Entscheidung darüber, ob das Geld für das Anstreichen des kahlen Schulgebäudes verwendet werden soll oder für die Gründung des Kindergärtchens, und sie entschieden sich für letzeres.

Bei meiner nächsten Reise werde ich die benötigten Fotos mitbringen.

Update (November 2006)

Leider sieht es momentan so aus, dass das Kinderzimmer aufgegeben werden muss, weil die Stelle der Aufsichtsperson wegen Geldmangels demnächst gestrichen wird. Stattdessen ist eine Nutzung des Zimmers als Lagerraum geplant.